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Trinkwasser-Aufbereitung - die mobile Trinkwassereinheit

Eines der größten Probleme weltweit ist verschmutzes Trinkwasser. Durch die Aufnahme von kontaminiertem Wasser kann es zu Infektionen wie auch Intoxikationen kommen. Grundsätzlich ist dies von der Konzentration der aufgenommenen Erreger oder Noxen abhängig. Dabei spielt das Körpergewicht, insbesondere bei Toxinen, eine entscheidende Rolle. Auch ist auf mögliche Langzeitschäden durch Noxen zu achten. 

Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen wandeln Fluss-, Meer- und Oberflächenwasser in einwandfreies Trinkwasser um, das den strengen Normen der World Health Organisation (WHO)  entspricht. Ihr Herzstück ist ein Membranfilter, der nach dem physikalischen Prinzip der Umkehrosmose funktioniert. Eine Kunststoffmembran wirkt wie ein sehr feines Sieb – nur Wassermoleküle passen hindurch, Viren, Pestizide, Kalk, Schwermetalle und selbst radioaktive Teilchen werden zurückgehalten. Bakterien sind mit durchschnittlich 0,001 mm etwa tausendmal größer als die winzigen Poren. Auf den Einsatz von Chemie kann nahezu vollständig verzichtet werden. Die Bedienung ist einfach; lediglich Verbrauchsmittel wie Chlor muss gegebenenfalls von Zeit zu Zeit nachgefüllt werden. Solche Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen pumpen Rohwasser mit Druck von bis zu 70 bar.

Trinkwasser-Aufbereitung

Unter Trinkwasseraufbereitung werden alle Maßnahmen verstanden, die zur Verbesserung der Trinkwasserbeschaffenheit führen. Ziel der Trinkwasseraufbereitung ist daher die Entfernung von Verunreinigungen.

Desweiteren soll durch die Verfahren sichergestellt werden, dass sich die Beschaffenheit des Wassers während der Verteilung und dem Gebrauch nicht verändert und keine Korrosionsschäden an den Wasserrohren auftreten. Ein weiteres Ziel der Trinkwasseraufbereitung ist die Hygienisierung, durch die unerwünschte Keime aus dem Wasser entfernen werden sollen. Je nach den Eigenschaften des Wassers und der Art der Verschmutzung werden verschiedene Verfahren angewendet. Dazu gehören die Siebung, die Sedimentation, Filtration, Oxidation, Entsäuerung, Enthärtung und Desinfektion.

Durch Hitze (85° C) lassen sich alle Erreger von gastrointestinalen Infektionen sicher abtöten. Die Effektivität der Filtration ist von der Porengröße des Filters abhängig. Damit können Bakterien gut aus dem Wasser herausgetrennt werden. Allerdings lassen sich Viren (zum Beispiel Hepatitis A, Hepatitis E, Rotaviren) nicht durch die Filtration aus dem Trinkwasser zurückhalten. Durch die verschiedenen Klärmethoden lassen sich insbesondere Schwebstoffe sedimentieren bzw. ausflocken.

Eine wichtige Maßnahme ist die Desinfektion. Hierzu werden meist Halogene wie Chlor oder Jod verwendet. Halogene sind gut gegen Bakterien, Viren und Protozoen wirksam, weswegen diese Methode vorrangig zum Einsatz kommt. Alternativen basieren auf der Verwendung von Silber-Ionen. Allerdings sind die Verfahren auf Silber-Ionenbasis nicht zuverlässig gegen Viren und Protozoen wirksam.

Chloriertes Trinkwasser ist gut verträglich und auch für Säuglinge, stillende Mütter und Schwangere unbedenklich. Allerdings bewirkt die Chlorierung einen unangenehmen Geschmack. Um diesen zu beseitigen, bedarf es der anschließenden Behandlung mit Peroxid. Besonders wichtig ist, dass die Trinkwasseraufbereitung gleichbleibend und technisch richtig durchgeführt wird.

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