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Lehrgang für riskante Expeditionen in Krisenregionen

Einwöchiger Lehrgang für Einsätze in Krisengebieten: Erste Hilfe - Minenkunde - Erkennen von Minen - Schutzmaßnahmen unter Beschuß - Wirkungsgweise von Waffen - Verhalten in komplexen Situationen (Geiselnahme)

Lehrgang für Einsätze in Krisenregionen

Dieser einwöchige Lehrgang richtet sich vor allem an Journalisten, NRO-Mitarbeiter, Angehörigen von Hilfsorganisationen oder Forschungsreisende, die aus beruflichen Gründen in Krisen- und Kriegsgebieten oder sonstigen Regionen mit erheblichen Gefährdungspotential tätig sind oder sich auf solche Einsätze vorbereiten. Teilnehmern an diesem Lehrgang soll eine Hilfestellung für ihre Arbeit in Krisengebieten gegeben werden, unter anderem mit potentiellen Gefahren und der Gefahrenvermeidung. Es werden grundlegende praktische und theoretische Kenntnisse des Selbstschutzes vermittelt, eine Erste-Hilfe-Ausbildung sowie Hilfen zur Streßverarbeitung.

Krisenssituationen werden gemeinsam mit Soldaten erlebt und geübt. Teilnehmer an diesem Seminar gehen zum Beispiel gemeinsam mit der Truppe mit auf Patrouille und erfahren dort die Situation einer Geiselnahme. Darüberhinaus gibt es wertvolle Informationen zum Versicherungsschutz diesbezüglich riskanter Reisen.

Minenkunde

Minenkunde

Teilnehmern an diesem Lehrgang soll eine Hilfestellung für ihre Arbeit in Krisengebieten gegeben werden, unter anderem mit potentiellen Gefahren und der Gefahrenvermeidung. Es werden grundlegende praktische und theoretische Kenntnisse des Selbstschutzes vermittelt, eine Erste-Hilfe-Ausbildung sowie Hilfen zur Streßverarbeitung.

- Lebensrettende Erstversorgung von Verletzungen (Erste Hilfe) und Verwundeter
- Gefährdungen durch Sprengfallen, Minenkunde (mine awareness) 
- Verhalten und Schutzmaßnahmen unter Beschuß, Wirkungsweise von Waffen, Munition, Kampfmitteln und Sprengstoffen
- Verhalten in komplexen Situationen (Gefangennahme, militärischer Checkpoint, Demonstrationen, Kampf in einer Ortschaft ), Bewältigung psychischer Belastungen und Prävention von Traumatisierungen
- Begegnung und Zusammenarbeit mit Streitkräften im Einsatzland
- Orientierung, Kartographie

Erkennen von Minen und Sprengfallen

Kleine Liste zur persönlichen Ausrüstung zur Vorbereitung eines Einsatzes in Krisenregionen
(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

1. Materialien zur Identifikation und Legitimierung
a) Reisepaß - wenn auch vorhanden einen "zweiten", der bei Verlust des ersten eine Ausreise ungemein erleichtern kann
b) Personalausweis - hilft bei der Identifizierung gegenüber offiziellen Stellen
c) Presseausweis für Journalisten - der internationale wird eher respektiert als dder nationale Presseausweis
d) Impfpass - auf sinnvollen Impfschutz achten
e) Notfallausweis - sollte Blutgruppe, Allergien, notwenidige Medikamente und Kontaktadresse beinhalten
f) mehrfache Kopien sämtlicher oben aufgeführter Unterlagen!
g) mehrere aktuelle Paßbilder
h) genügend Visitenkarten
i) einen Stempel, der offiziös wirkt - kann Wunder bewirken

2. Lebensmittel
a) Wasserflasche, die gereinigt  bzw. desinfiziert (Micropur-Tabletten) werden kann - deshalb Plastikflaschen nicht wegwerfen
b) MREs (Melas ready to eat) und dehydrierte Lebensmittel (Gewichtsfrage, denn in Krisenregionen - bedingt zum Beispiel durch Erdbeben, Epidemie oder Kriegshandlungen - ist die Infrastruktur erheblich gestört, was wiederum hinsichtlich des Gewichtes der eigenen Ausrüstung eine wichtige Rolle spielt)

3. Kleidung
a) fest, robust, sollte nicht an militärisches erinnern und auch keinen provokanten Charakter haben (Minirock in muslimischen Ländern, Muskel-Shirt bei Macho-Kriegern)
b) wenn mit Molotow-Cocktails gerechnet werden muß, keinen Gore-Tex oder andere Kunststoff-Materialien tragen, den diese saugen sich mit Brennstoff voll und schmelzen auf der Haut
c) lieber feste Stoffe als fließende
d) wegen Ansteckungsgefahr mit Hepatitis oder HIV Einwegspritzen, Kanülen und sterile Handschuhe mit sich führen, siehe auch unter Erste Hilfe
e) Ersatzbrille, vor allem für Kontaktlinsenträger (Wüstengebiete)

4. Technische Aurüstung
a) Fernglas
b) Taschenmesser
c) Licht, Taschenlampe
d) Multistecker
e) Geldversteck
f) Telefon
g) Klemmen und starkes Klebeband

Was immer an technischer Ausrüstung mitgeführt wird, es sollte nicht an Militärisches erinnern (z.B. Nachtsichtgeräte). Es kann die Vermutung aufkommen, man sein ein Kombattant. Alle Gegenstände, die für eine mögliche Konfliktpartei von Interesse sein können, sind gefährlich und können Diebstahl, Raub und Konfiszierung provozieren.

Für die Teilnahme an diesem Kurs sind besondere Voraussetzungen erforderlich.

Termine:
ausgebucht

Kosten für Unterkunft (Kaserne), Ausbildung, Verpflegung, Schutzbekleidung und -ausrüstung, Kostenbeteiligung für den Einsatz von Personal und Material sowie Fahr- und sonstige Reisekosten auf Anfrage. Teilnehmer erhalten einen deutsch- und englischsprachigen Nachweis auf Deutsch und Englisch, der vor allem im englischsprachigen Raum von Redaktionen, Verlagen, Agenturen, Versicherungen und sonstigen Institutionen als Qualifizierungsmaßnahme resp. Vorbedingung für solche Einsätze nachgefragt wird.

Erste-Hilfe-Maßnahmen am Unfallort
Lebensrettende Erstversorgung von Verletzungen (Erste Hilfe)

Offroad-Training im größten Vulkangebiet Mitteleuropas. Der Basaltboden in einem aktiven Steinbruch sorgt bei Regen für unpassierbare Abschnitte.

Gelände-Expeditionsseminar "Tropischer Regenwald" (Wochenende)

Theorie Grundlagen des Geländefahrens, Technik und Sicherheit
Fahren im Gelände unter Anleitung
Einschätzung von speziellen Geländebedingungen: sumpfiges Gelände und Treibsand
Fahrpraxis Beispiele Transamazonica, Panamericana
Bedeutung der Regenzeit, Brückenbau und "Schwimmauto"
Bergauf-, Bergab- und Parallelfahrt, Halten am Berg mit Rückwärtsfahren
Bergen von anderen Fahrzeugen
Durchfahren einer Trial-Strecke

Verhalten gegenüber Anhaltern (Stichwort "Carnapping")
Bewältigen von Hindernissen (Dickicht, umgestürzte Bäume), Gefahr durch Waldbrände

Lebensrettende Erstversorgung von Verletzungen (Erste Hilfe)

Exkurs: GPS oder Kompaß und Karte?

Ein weiteres praktisches und theoretisches Ausbildungsziel des Seminars ist die Orientierung im Gelände mit Karte und Kompass. Jeder Lehrgangsteilnehmer wird in die Lage versetzt, genaue Ortsangaben aus der Karte herauszulesen und mit dem Kompaß zu arbeiten und z.B. die militärisch betrachtet genauere Marschkompaßzahl zu ermitteln. GPS ist ein absolut gutes Hilfsmittel, um den eigenen Standort festzustellen bzw. sich im Gelände zu orientieren. Der große Nachteil ist aber, daß es sich um ein elektronisches Hilfsmittel handelt, das auf eine eigene Energieversorgung sowie tatsächlich funktionierende Satelliten angewiesen ist. Beides kann ausfallen und dann ist man auf Karte und Kompaß angewiesen. Man muß die Werte eines GPS in eine Karte übertragen können und erst dann ist man in der Lage, einen Karten-Geländevergleich anzustellen. Nur so kann man den genauen Standort verifizieren. Weiterhin zeigt das GPS nur die Luftlinie zu einem Zielpunkt und nicht den möglichen sicheren Marsch- oder Fahrweg.